Oktober 2008: Standardisierung beim Schneiden von Fasen bei 2D-Teilen
Alma steuert seit über 20 Jahren Maschinen für das Fasenschneiden. Diese Maschinen, die mit einem gesteuert drehbaren Fasenkopf ausgestattet sind, werden sehr häufig bei Werften angetroffen. Bei konventionellen 3-Achs-Maschinen (X, Y, Winkel) berechnet und korrigiert die Steuerung den Versatz zwischen der Außenkante und der Bahnfür das Fasenschneiden, auch TCP für Tool Center Point genannt, automatisch. Das Fasenschneiden an 2D-Teilen wird mehr und mehr durch Maschinen mit 4 oder sogar mit 5 Achsen ausgeführt (Saf, Soitab, Microstep…), die den seitlichen Versatz nicht selbst berechnen. Es ist nun Aufgabe des Programmiersystems, den TCP über die gesamte 2D-CAD-Geometrie anzusteuern. In act/cut wurde dafür der Ablauf des Programmierens von Fasen vereinfacht, um alle Maschinen, die Fasen schneiden können, anzusprechen. Sobald die 2D-Geometrie und die Fasenwinkel (oder Winkel abhängig vom Fasentyp) definiert wurden, wird das Teil automatisch vorbereitet. Die Teilevorbereitung besteht aus:
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Definition der Schneidreihenfolge (um X-, Y-, oder K-Fasen zu schneiden werden mehrere Schnitte benötigt)
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Berechnung des Versatzes, der für die Steuerung des TCP benötigt wird
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Erstellen von automatischen Eckschleifen
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Erstellen einer umfassenden Kontur über die gesamte Geometrie (unter Berücksichtigung des Versatzes), die für die Verschachtelung verwendet wird.
Dann kann das Fasenteil korrekt, d.h. mit den notwendigen Abständen an den Fasenbereichen, verschachtelt werden. Die Schnittfuge, die Schneidgeschwindigkeit sowie alle anderen Parameter, die vom Winkel der Fasen abhängig sind, werden in den Ressourcen der Maschine hinterlegt und vom Postprozessor bei der Erstellung des NC-Programms verwendet.