Das Unternehmen befasst sich mit der Problematik der
Fertigungsplanung
, der
Simulation komplexer Systeme
und der
Steuerung von Schneidmaschinen für flache Materialien
. Die zu Beginn der achtziger Jahre abgeschlossenen Verträge mit der Firma Petit Bateau (Kinderkleidung) und anschließend mit den Chantiers de l’Atlantique in Saint-Nazaire für den Bau des Passagierschiffs Sovereign of the Seas führen zur Entstehung der
automatischen Schachtel- und Steuerungssoftware
für Schneidmaschinen RIMBAUD: Der Geschäftsbereich "Industriesoftware", nimmt Form an und entwickelt eine
CAM-Software-Reihe
(Computer Assisted Manufacture)
für die Schneidtechnik und die Blechbearbeitung
.
Ferner e
rkennt Alma als einer der ersten Anbieter die zukünftige Bedeutung der Mikrocomputertechnik und setzt auf den Erfolg von Apple
, dessen Produkte Alma seit 1982 vertreibt. Die auf dieser neuen Sparte aufgebaute Abteilung "Informatik" entwickelt sich im Laufe der Zeit zu einem der wichtigsten Vertragshändler von Apple in der Region Rhône-Alpes.
Wachstum eines Nischenbereichs
Der Nischensektor der CAM-Systeme Schneiden/Blechverarbeitung führt zwangsläufig zu einer Internationalisierung des Geschäftsbereichs, der sich allmählich auf ganz Europa ausdehnt: So
lässt Alma sich unter anderem in den deutschsprachigen Ländern und in Italien nieder
, wo das Unternehmen 1990 die
Tochtergesellschaft Alma Italia
gründet.In Frankreich wird 1992 die auf Vertrieb und technische Unterstützung ausgerichtete Tochtergesellschaft Alcade (1999 in Alma France umgewandelt) gegründet. Das Vertriebsnetz für die Vermarktung der Alma Software stützt sich einerseits auf die "Anerkannten Kompetenzzentren", die den regionalen Vertrieb und die technische Unterstützung für die Software bei den Endanwendern gewährleisten,und andererseits auf Werkzeugmaschinenbauer, welche die Software mit ihren eigenen Maschinen weiterverkaufen.
Ende 1994 wird Alma Hauptaktionär des auf die Robotik spezialisierten mittelständischen Unternehmens Aleph Technologies
mit dem Ziel, seine Kompetenzen auszuweiten und die von diesem aus dem französischen nationalen Forschungsinstitut für Computertechnik und Automatisierung INRA (Institut National de Recherche en Informatique et en Automatique) hervorgegangenen jungen Grenobler "Start-Up-Unternehmen"entwickelten Softwareprogramme auf einem vielversprechenden Markt zu industrialisieren.
Der Computervertrieb expandiert
Das auf den regionalen Markt ausgerichtete Geschäftsfeld des IT-Vertriebs verzeichnet seinerseits ebenfalls ein starkes Wachstum.
1991 erhält Alma den Status "Apple Center"
und gründet in dem Bestreben um eine stärkere Präsenz in der Region Rhône-Alpes 1992 Alma Lyon. Alma setzt auf die Komplementarität der Marken und
dehnt im selben Jahr sein Angebot auf die PC-Welt aus
. Zur gleichen Zeit baut Alma den Servicebereich erheblich aus und positioniert sich als Anbieter von
Komplettlösungen für professionelle Anwender
. Um mit diesem Wachstum Schritt zu halten, bezieht Alma im Frühjahr 1994 im Grenobler Raum, nur zwei Schritte vom Universitätsgelände entfernt, neue Geschäftsräume mit einer Gesamtfläche von 1000 m².
Einführung einer neuen Aktivität mit Internet
1995 erkennt Alma als einer der ersten Anbieter die Möglichkeiten des Internet und die Entwicklungschancen
, die sich mit dem Durchbruch der kommunizierenden Computertechnik auftun werden.Es entsteht die
Abteilung Dazibao
(2005 umbenannt in "Intranet und Groupware"): sie befasst sich mit der
Anwendungsproblematik von Intranet, Internet und kollaborativen Programmen
(Groupware) jeglicher Art und baut gleichzeitig die Aktivität Softwareentwicklung für das Intranet auf.
Festigung der Position in der CAD/CAM-Softwareentwicklung...
Die Tätigkeit der Abteilung "Industriesoftware" entfaltet sich und macht Alma zu einem der führenden Anbieter Europas auf diesem Gebiet. Der
Erwerb von Aleph Technologies 1996
ermöglicht es Alma, das Angebot im Bereich "2D-Schneiden" durch "Roboter-" und "3D-Lösungen" zu ergänzen:
mit act/ ist Alma der einzige Softwareanbieter, der eine komplette Softwarepalette für 2D/3D-Schneidmaschinen und Schweißroboter im Programm hat
. Alma verstärkt seine Strategie desVertriebs über Tochtergesellschaften: Alcade wird zu Alma France und eröffnet 1999 eine Niederlassung in Nantes und gründet die
Tochtergesellschaft Alma GmbH in Deutschland
.
Im Juli 2002 verkünden Alma und Sapex, die beiden ältesten Mitspieler auf dem französischen CAD/CAM-Markt, ihre Annäherung
durch eine Beteiligung von Alma in Höhe von 70% am Kapital von Sapex; damit
wird die Gruppe Alma zum führenden Anbieter von CAD/CAM-Systemen für die Blechbearbeitung
mit einem kumulierten Umsatz von 2,8 Millionen Euro und über 400 aktiven Kunden. Gleichzeitig baut Alma 2001 mit dem Einsatz von Alleinvertriebshändlern in Japan und Korea die Aktivitäten in Asien aus.
... Und Entfaltung
Parallel dazu gründet Alma, von jeher auf die Entwicklung und das Zusammenwirken kleiner eigenständiger Teams ausgerichtet,
zwei neue Strukturen
: die Lyoner Zweigstelle der Abteilung Informatik wird 2000 zu einer neuen kooperativen Gesellschaft umgestaltet, die auf Grafik- und Multimedialösungen und Service spezialisierte
Icolor
, und 2001 wird das aus der Abteilung Dazibao entstandene Unternehmen
Interview SA
gegründet, um eine Lösung für die Verwaltung und Bearbeitung von Fragebögen und Befragungen per Internet (Softwarepakete und Planungsleistungen) zu entwickeln und zu fördern.
Neue Serviceangebote, neue Partner
2002 lanciert die Abteilung "Industriesoftware" E@syCut, ein absolut innovatives Konzept auf dem Gebiet der computergestützten Fertigung
: ein integrierter, im Internet angebotener Service, der die Anwendung des Softwarepakets act/cut optimieren soll und nach Anwendung der Software berechnet wird. Parallel dazu schreitet mit dem Abschluss
neuer Vertriebsvereinbarungen
(Kanada, Russland, Polen, Brasilien usw.)
und Partnerschaften
(BLM, italienischer Hersteller von Rohrbiegemaschinen, Dassault Systèmes, einer der Weltmarktführer für CAD/PLM-Systeme...) fort.
In Frankreich entsteht durch die
Fusion der Tochtergesellschaften Alma France und Sapex im Oktober 2005
die an vier Standorten (Grenoble, Tarbes, Nantes und Lyon) angesiedelte Firma Alma Sapex, die im März 2006 die vierte Abteilung der Scop Alma wird (die Beschäftigten von Alma Sapex sind Angestellte und Genossenschafter der Gesellschaft), zuständig für die Integration von CAD – CAD/CAM-Lösungen in den Bereichen Maschinenbau und Blechbearbeitung auf dem französischen, belgischen und spanischen Markt.
Informatik: Durchbruch der Serviceaktivitäten
Die Abteilung Informatik fokussiert verstärkt auf die
Integration von Computerlösungen, Netzwerktechnik und IT-Outsourcing
. Über eine 2002 eröffnete Extranetseite bietet sie ihren Kunden neue interaktive Dienste an und lanciert 2005 eine E-Commerce-Plattform, mit der sie in der Lage ist, noch mehr menschliche Ressourcen für Servicetätigkeiten mit großem Mehrwert einzusetzen. Um Namen und Tätigkeit besser aufeinander abzustimmen, wird die Abteilung 2005 in "
Systeme und Netzwerke
" umbenannt.
Ausbau des Geschäftsbereichs Intranet und Groupware
Die ursprünglich überwiegend auf Lotus Notes und die Datenbanken (Oracle, SQL Server) ausgerichteten Kompetenzen der Abteilung "Intranet und Groupware" haben sich mittlerweile auf die Umgebungen WebSphere und .NET sowie auf freie Softwarepakete ausgedehnt. Die SSII (Fachbetrieb für Computerservice und –technik), die nach einer Pauschalmethode arbeitet, um ihren Kunden hochwertige Leistungen und die Einhaltung der Lieferzeiten zuzusichern, eignet sich umfassende Fachkenntnisse in der Projektverwaltung und der Entwicklungsverfolgung an. Die
im Mai 2004 erfolgte Übernahme der SSII Sysaware in Montpellier
(6 Personen)
bestärkt die Entwicklung des Geschäftsfelds "Intranet und Groupware"
und ermöglicht eine Ausweitung seines Marktes in den Süden. Seit 2005 entwickelt diese Abteilung von Alma mit Hilfe einer Projektmethodik und speziellen für die Dokumentenverwaltung vorgesehenen Systemen, Qualitätsworkflows und Qualitätsmanagement-Abläufen eine
qualitätsspezifische Fachkompetenz
.
Alma geht nach China und Brasilien
Mit Jahresbeginn 2007 hat Alma in China eine Niederlassung in Shanghai eröffnet
. Die Entwicklung von Alma in China erfolgt in verschiedenen Schritten: zuerst werden Vertriebsabkommen mit lokalen Schneidmaschinenherstellern unterzeichnet, dann wird ein Händlernetz aufgebaut. Der Schiffbaumarkt, der in China rapide wächst, wird direkt von Alma angesprochen, wobei die Marktposition von Alma im Schiffbau in Europa eine wichtige Unterstützung darstellt.
2009 geht die Entwicklung auf dem internationalen Markt weiter: Alma do Brasil, die Niederlassung von Alma in Brasilien wird in Porto Alegre eröffnet
. Emmanuel Jeantet, der 1998 bei Alma als Support-Techniker zu arbeiten begonnen hatte und in den vergangenen vier Jahren Leiter des Exports war, leitet die Niederlassung Alma do Brasil.
Das Abenteuer geht weiter...