Anlässlich der Feier seines 40-jährigen Bestehens investiert Alma entschlossen in die Industrie der Zukunft

Anlässlich der Feier seines 40-jährigen Bestehens investiert Alma entschlossen in die Industrie der Zukunft

Corporate | Veröffentlicht am 30. September 2019

Seit der Gründung vor 40 Jahren ist Alma Spezialist für die Optimierung von Schneidverfahren sowie Entwickler von CAD/CAM-Software, dessen Expertise international anerkannt ist und der seine Tätigkeit im Laufe der Jahre auf zahlreiche Länder ausgeweitet hat. Die Stärken des Unternehmens sind die Werte Kooperation und Menschlichkeit, auf deren Grundlage die Gruppe Alma eine industrielle Strategie verfolgt, die auf Entwicklung eines erweiterten Angebots für die Industrie 4.0, Fortführung des Unternehmensprojekts und Einbeziehung der Mitarbeiter beruht.

Ein einzigartiges Unternehmen, das sich der Entwicklung von Industriesoftware verschrieben hat

Im Jahr 1979 entwickelten Forscher der Universität Grenoble im Bereich Angewandter Mathematik die erste Software zum automatischen Schachteln. Dies geschah, um Rohstoffe beim Schneiden von Textilien oder Blech zu sparen… Alma wird gegründet, entwickelt sich dann im Bereich Software zur Steuerung von Schneid- und Blechbearbeitungsmaschinen rasch weiter und weitet seine Tätigkeit auf die Robotik aus. Alma bietet heute ein vollständiges Sortiment an CAD/CAM-Software für die Bereiche Schneiden, Blechbearbeitung und Maschinenschweißen an.

Durch die Etablierung auf diesem Markt wurde Alma zu einer soliden und erfolgreichen Gruppe mit 160 Personen und einem konsolidierten Umsatz von 16,7 M€ (+ 50% in den letzten 5 Jahren), die Niederlassungen in 8 Ländern und Vertretungen in etwa fünfzehn weiteren Ländern hat.

Spezialist für die Optimierung und Digitalisierung der Produktion

Technisches Know-how und Innovation bringen die Entwicklung von Alma voran. Seit seiner Gründung entwickelt das Unternehmen Softwarelösungen zur Optimierung des Potenzials von Maschinen und Robotern. Alma hat die Entwicklung neuer Technologien stets unmittelbar begleitet und arbeitet dafür eng mit den Herstellern von Werkzeugmaschinen und Robotersystemen zusammen.

Die Anwendungen der CAD/CAM-Software des Almacam Sortiments decken alle Prozesse des Schneidens von Metallen und weichen Materialien (Wasserstrahlschneiden, Stanzen/Nibbeln, Fräsen/Konturfräsen, 5-Achs-Schneiden, Roboterschneiden, Rohr- und Profilschneiden), sowie Biegen/Abwicklung von Blechteilen und robotergestütztes Lichtbogenschweißen ab. Sie werden durch verschiedene Module zur Steuerung und Lenkung der Produktion (Angebotserstellung, Planung) ergänzt, die außerdem eine Integration unserer Produkte in das kundenseitige Informationssystem ermöglichen. Bei den CAD-, ERP- und Werkstattsystemen sind die Softwarelösungen den Herausforderungen der Industrie 4.0 gewachsen.

Vorreiter in Sachen Software für das Schachteln

Von Anfang an tragen die Algorithmen für das Schachteln zur Performanz der CAD/CAM-Software für das Schneiden bei. „Wir sind auch der einzige Akteur auf dem Markt, der seine Algorithmen als Softwarebestandteile an andere Entwickler von CAD oder ERP-Software vertreibt“, erklärt Laurence Ruffin, Geschäftsführer von Alma. „Dank unseres unerreichten Know-hows und einer zu 100 % firmeneigenen Technologie hilft unsere Schachtelsoftware tausenden Industriebetrieben in zahlreichen Branchen bei der Einsparung von Material aller Art. Und mit den Perspektiven, die die Cloud und künstliche Intelligenz bieten, haben wir neue Horizonte im Bereich der Schneidoptimierung.“

Die RIMBAUD Software zum Schachteln 1988.
Alma ist seit fast 40 Jahren im Schiffbau vertreten.

Eine vielfältige und internationale Entwicklung

Die Entwicklung von Alma in ihrem Nischensektor äußert sich gleichzeitig durch organisches sowie externes Wachstum und durch die Internationalisierung.

Seit den 1980-er Jahren verzeichnete Alma ein gleichmäßiges organisches Wachstum. Das externe Wachstum ermöglichte es dem Unternehmen, sein Produktangebot zu erweitern, den Kundenstamm zu vergrößern und auf bestimmten Märkten stärker aufzutreten. Mit dem Erwerb von Aleph Technologies im Jahr 1996 weitete Alma das Angebot auf die Robotik (Schweißen, Schneiden usw.) und die 3D-Maschinenprogrammierung (Schneiden von Formteilen, Rohren oder Profilen) aus. Durch die Übernahme von Sapex im Jahr 2002, einem weiteren historischen Entwickler, hat Alma ihr Know-how in den „Feinblech“-Technologien komplettiert und ist in Frankreich Marktführer für CAD/CAM-Software zur Blechbearbeitung geworden. In der gleichen Logik des Erwerbs von Kompetenzen und Marktanteilen in Deutschland erfolgte 2018 der Zusammenschluss mit Asco Data, einem renommierten Softwareentwickler mit Sitz in Bremen, Spezialist für automatisierte Steuerung komplexer Stanz- und Fräsmaschinen.

Des Weiteren hat Alma die Unternehmensorganisation schrittweise an einen weltweiten Markt angepasst und ein vielfältiges Vertriebsnetz aufgebaut. Vertriebsniederlassungen oder Joint-Ventures bilden dessen Rückgrat. Alma hat Niederlassungen in Italien (1991), Deutschland (1999), China (2007), Brasilien (2009), den USA (2010), in Spanien (2016) und Singapur (2017) gegründet.

„In der Lage zu sein, sich an sehr unterschiedliche Kunden anzupassen, ist eine wichtige Herausforderung auf dem Markt der Industriesoftware“, analysiert Laurence Ruffin. „Dank unseres Angebots, das vom Softwarebaustein bis hin zur fertigen Anwendungssoftware reicht, die als White Label oder unter unserer eigenen Marke kommerzialisiert wird, haben wir auch zahlreiche Partnerschaften mit Werkzeugmaschinen- oder Roboterherstellern und anderen Softwareentwicklern in Bereichen etablieren können, die mit unserem verknüpft sind. Heute werden ¾ der Lizenzen für unsere Software außerhalb Frankreichs verkauft und Alma gehört zu den weltweit führenden Anbietern in ihrem Bereich.“

Eine sehr markante Unternehmenskultur

Das Unternehmen Alma wurde 1979 als Genossenschaft (SCOP) in Frankreich gegründet und gehört zu 100 % den Mitarbeitern. Der Genossenschaftsgedanke prägt die Unternehmenskultur von Alma, deren Werte von allen Mitarbeitern geteilt werden: Eigenständigkeit und Verantwortung, gegenseitiges Vertrauen und Solidarität, Mitbestimmung und Teilhabe, berufliche Sorgfalt, intensive Pflege der Kundenbeziehung…

Das Unternehmensprojekt und die Weiterentwicklung der Menschen stehen im Vordergrund, wobei die Kooperation die interne Grundlage des Unternehmens bildet, aber auch in den Beziehungen zu Kunden und Partnern wichtig ist. Auf diese Art und Weise begünstigt die Unternehmenskultur von Alma Eigeninitiative und Kreativität, schöpft das technische Know-how aus und macht die Kundenzufriedenheit zur obersten Priorität.

Mit der Übernahme von Aleph Technologies erweitert Alma seine CAD/CAM-Aktivitäten auf die Roboterprogrammierung.
Technisches Fachwissen und persönliche Erfüllung sind die Grunprinzipien der Unternehmenskultur von Alma.

Eine zukunftsorientierte Gruppe

Gestärkt durch das breitgefächerte Know-how und seine seit 40 Jahren auf dem Markt etablierte Position, verfolgt Alma eine ambitionierte Entwicklungsstrategie in mehreren Bereichen.

Weiterhin massive Investitionen in Produkte und Antizipation des Bedarfs der Industrie 4.0

Die Investitionen in Produkte sind stark ansteigend und fast 30% der gesamten Lohnsumme in der Entwicklung von CAD/CAM-Software wird heute bei Alma in Forschung&Entwicklung gesteckt. Mehrere Projekte im Zusammenhang mit Automatisierung, Integration der Almacam-Software in das Informationssystem des Unternehmens, mit Management und Planung der Werkstatt, der Bearbeitung von Datenströmen oder der Robotik sind in Entwicklung.

„Unser Ziel ist es, die Industrie 4.0 weiter voranzutreiben, insbesondere im Rahmen strategischer Partnerschaften, und integrierte CAD/CAM/ERP-Angebote sowie MES-Lösungen für die Analyse, Visualisierung und Nutzung der Maschinendaten anzubieten“, erklärt Laurence Ruffin. „Des Weiteren ermöglicht die Modularität unserer Software es uns, unser Angebot an Softwarekomponenten für andere Entwickler zu erweitern und unser Know-how in Sachen Algorithmen gewinnbringend einzusetzen.“

Erwartungen an das Internet

Das Internet bietet in der Industrie ein enormes Innovationspotential. Auf ihren Kompetenzfeldern (Verarbeitung geometrischer Daten, Schneideoptimierung usw.) arbeitet Alma an noch stärker automatisierten und intelligenteren Anwendungen mittels Machine Learning. Nest&Cut, eine neuartige Online-Anwendung für das Zuschneiden, die 2018 auf den Markt gebracht wurde, bietet einen Vorgeschmack auf komplette Cloud-Module und Alma positioniert sich hiermit entschieden auf dem Markt für CAD-Software im SaaS-Modus.

Neben der Optimierung arbeitet Alma an der Bereitstellung anderer damit zusammenhängender Dienstleistungen über das Internet, wie die Vorausplanung oder Nutzung von Produktionsdaten, wobei der Fokus auf hybriden Lösungen „Fat Client/Internet“ liegt, um das Beste aus den jeweiligen Umgebungen herauszuholen.

Fast 30% der Ausgaben für die Aktivitäten zu Veröffentlichung von Almas CAD/CAM-Software entfallen heute auf Forschung und Entwicklung.
2018 : einführung von Nest&Cut, einer webbasierten Software zum automatischen Schachteln.

Fortsetzung der internationalen Entwicklung

Ob es sich nun um die Entwicklung von Produkten in Partnerschaft mit anderen Strukturen, den Ausbau des Vertriebsnetzes oder das externe Wachstum handelt, die Strategie von Alma ist zwangsläufig auf eine internationale Ebene ausgerichtet. Die Projekte von Alma beinhalten sowohl die Verstärkung ihrer Präsenz auf hochentwickelten Industriemärkten (Deutschland, USA, …) und Schwellenländern (BRICS, Südostasien, …), als auch in neuen Marktsegmenten in mehreren Ländern gleichzeitig, insbesondere über das Angebot an Softwarenutzung im SaaS-Modus.

Eine unabhängige Gruppe bleiben

Die genossenschaftliche Rechtsform ist ihre Stärke und garantiert die Unabhängigkeit der Gruppe (es ist nicht möglich, eine SCOP zu veräußern) sowie die Werte, die dadurch generiert werden, sodass bei Alma die langfristige Entwicklung des Unternehmensprojekts Vorrang vor kurzfristigen Profiten hat. Als logische Folge dessen arbeitet Alma nicht mit Offshore-Gesellschaften oder Subunternehmen in Niedrigkostenländern. Die interne Entwicklung der Software ist gleichzeitig eine Entscheidung für territoriale Verankerung und Produktqualität.

Eine ausreichende Größe für gegenseitigen Austausch und Investitionen zu erreichen, ist ein Teil der Entwicklungsstrategie von Alma, denn diese setzt vorrangig auf eine Differenzierung durch technische Expertise und Zusammenarbeit der Akteure zur gemeinsamen Nutzung von Ressourcen und Know-how im Sinne eines gegenseitigen Nutzens.

Durch diese Vorgehensweise gelingt es, Investitionen und Innovationen zu stärken und gleichzeitig auch die Weiterentwicklung der Mitarbeiter zu unterstützen. Somit ist die Unabhängigkeit der Gruppe Alma in eine kohärente industrielle Strategie eingebettet und fußt gleichzeitig auf Ökonomie und Menschlichkeit.

Bewahrung der kooperativen Unternehmenskultur mit einem gesellschaftlichen Ansatz

„Diese Herangehensweise, die wirtschaftliche Performanz, Entfaltung der Persönlichkeit und Gemeinschaftsgut miteinander kombiniert, ist die Grundlage des Unternehmens Alma“, fasst Laurence Ruffin zusammen. „Wir versuchen nämlich, ein erfolgreiches, erfahrenes und innovatives Unternehmen zu entwickeln, an welchem jedoch gleichzeitig auch jeder Anteil hat und in dem die Werte weitestgehend allen zu Gute kommen, immer im Hinblick auf die Kontinuität der Struktur dank umfangreicher unteilbarer Rücklagen (40% des Ergebnisses pro Jahr), sodass eine Verlagerung des Unternehmens nicht in Frage kommt und Forschung&Entwicklung begünstigt wird.“Ein leistungsstarkes, aber auch nachhaltiges Unternehmen mit Respekt für die Mitarbeiter und dem Bestreben, an der Entwicklung der Länder mitzuwirken, in denen das Unternehmen tätig ist.

Die Mitglieder des Verwaltungsrates von Alma (5. Vl, Laurence Ruffin, CEO).